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  • AutorenbildChristine Eder

Jetzt wirds heiß - Hitzetraining (1)



Jetzt wo auch bei uns in Tirol der Sommer eingekehrt ist und die Zeit, der Dürre in der Wüste näher rückt, beginnt auch für uns ein wichtiger Teil der Vorbereitung: Hitzetraining!

Nach den Erfahrungen des letzten Jahres, weiß ich, der Hitze kann man nicht ausstellen. Darum nützen wir jetzt noch die Zeit, um uns schrittweise an die hohen Temperaturen zu gewöhnen. Das heißt natürlich in der Hitze laufen, was nicht selten auch für verständnislose Blicke sorgt. Aber lieber jetzt daran gewöhnen, wo wir nachher noch in einen kühlen See springen können, als dann in der Wüste blöd aus der Wäsche zu schauen.


Etwas an Erfahrung haben wir ja schon in der Mongolei sammeln dürfen, wo wir stundenlang ohne Schatten durch Steppen, Täler und Dünen gelaufen sind. Bei mir machte sich das heiße Klima als erstes an den Füßen bemerkbar. Schon nach der ersten Etappe waren meine beiden Füße durch die Hitze deutlich geschwollen. Die Auswirkungen folgten gleich am nächsten Tag, wo mir eine riesige Blase an der Ferse - von der ich vorher noch gar nicht wusste, dass sie existierte- regelrecht explodierte (im wahrsten Sinne des Wortes). Notdürftig versuchte ich die Blase zuzukleben, was bei dem ganzen Sand nicht so einfach war.


Da das Laufen in den Schuhen so nicht mehr möglich war, beschloss ich kurzerhand, die restlichen 3 km bis zum nächsten Checkpoint barfuß zu laufen. Ich kam ohne Schmerzen voran und hab mir zum Glück auch nichts eingetreten. Am Checkpoint konnte ich die Wunde schließlich sauber zu versorgen und einen soliden Verband anlegen. Zu Hause hatte ich nie Probleme mit Blasen oder gar Beinödemen. Aber die Hitze hat gezeigt, was sie so alles kann. Durch die Ödeme kommt es vermehrt zur Reibung, obwohl ich vorsorglich schon einen größeren, gut eingelaufenen Laufschuh hatte. Fürs Jordan Race hab ich meine Laufschuhe sicherheitshalber noch eine halbe Nummer größer gewählt!

Das bei mehrtägigen Etappen Wunden nicht gut heilen können, ist klar. Doch um Infektion und andere Komplikationen zu vermeiden, ist es wichtig, die Wunde während des Laufs so sauber wie möglich zu halten und gut zu versorgen. Ein täglicher Verbandswechsel war angesagt. Spätestens jetzt war ich froh, beim Verbandsmaterial nicht gespart zu haben!

In den Ruhephasen galt es, dafür zu sorgen, dass die Schwellungen weniger werden. Beine kühlen, fällt in der Wüste leider aus. Daher half nur Beine hochlagern und die Glücklichen, die mitgedacht hatten, haben sich nach dem Lauf ihre Kompressionstrümpfe gezwängt. Eine gute Hautpflege nach dem Lauf fördert die Regeneration. Bei mir hat sich dabei die altbekannte Hirschtalgcreme gut bewährt.


Eine weitaus größere Problematik bei der Hitze ist allerdings der Elektolytverlust und die Gefahr von Dehydrierung und Hitzeschlag. Was wir da schon erlebt haben, erfährt ihr im nächsten Blogbeitrag...


Für uns heißts jetzt erstmal: Raus und Schwitzen!


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