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  • AutorenbildChristine Eder

Die Not mit der Luft



Für Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen ist Atemnot ein ständiger Begleiter. Symptome wie HustenHerzrasenSchmerzen in der Brust, Schwindel, Angst und Panik können zusätzlich belasten. Dabei heißt es in erster Linie:


  • Ruhe bewahren - Hektik vermeiden

  • Fenster öffnen, beengende Kleidung, Schals, Halskette entfernen

  • langsam und dosiert Atmen für gute Lungenbelüftung, ggf. Voratmen

  • Atemtechniken wie Lippenbremse (Ausatmung bei leicht aufeinander gelegten Lippen) oder Faustatmung sollten vorher geübt werden, um in Stresssituationen verlässlich darauf zurück greifen zu können.

  • Atemerleichternde Lagerung: Oberkörper Hochlagern; Reitersitz (verkehrt auf einem Stuhl sitzen, Arme und Kopf auf die Lehne legen); Kutschersitz (Oberkörper nach vorne beugen und Ellenbogen auf den gespreizten Oberschenkeln abstützen)

  • Medikamente laut Arztverordnung

 

Bei chronischen Atembeschwerden empfiehlt es sich, Tagesstruktur und Aktivitäten vorausschauend zu planen und der Atemsituation anzupassen: Pausen einplanen, Sitzgelegenheiten schaffen, Lift…, Aktivitäten dosieren und VOR der Atemnot pausieren!

Sanftes Ausdauertraining (Wandern, Radfahren, Schwimmen) fördert die Leistungsfähigkeit im Alltag. Mit Kraftübungen kann die Atemhilfsmuskulatur gezielt gestärkt werden. Wichtig: Herzfrequenz gut im Auge behalten!


Atemtraining mit verordneten Hilfsmitteln

(Triflow, Flutter) können die Lungenfunktion verbessern.

Durch Abklopfen des Rückens oder mithilfe von Vibrationsgeräten kann festsitzender Schleim gelöst werden. Soledampfbäder oder Meeresluft sind eine wahre Erholungskur für die Lunge. Die feinen salzigen Aerosole wirken sekretlösend, reinigend und abschwellend. Einreibungen mit atemstimulierenden Ölen beruhigen und erleichtern die Atmung.

Das Raumklima kann durch richtiges Lüften oder einen Luftbefeuchter verbessert werden.

 

Bei chronischen Erkrankungen ist die konsequente Einhaltung der Medikamente und Inhalationen wichtig. Bei akuter Verschlechterung sollte ein Notfallequipment mit den wichtigsten Medikamenten stehts in Reichweite sein, ebenso bei Reisen und Ausflügen. Ein Pulsoxymeter zum Messen des Sauerstoffgehalts oder ein mobiler Sauerstoff bringen zusätzlich Sicherheit für zu Hause.

 

TIPP: Bei schwerwiegenden Erkrankungen (z.B. COPD) kann ein Behindertenausweis beantragt werden, v.a. wenn öffentliche Verkehrsmittel unzumutbar sind und man auf ein Auto angewiesen ist (Vorteile u.a. Parkausweis, Gratis-Vignette, Mautermäßigung, Euro Key für WCs…)

 

 

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