• Christine Eder

Die Pechsalbe - wo das Glück zu Hause ist




Man kann sich glücklich schätzen, wenn man das sogenannte „Pech“ der heimischen Nadelbäume findet, für sich entdeckt und zu nutzen weiß. Denn ganz anders als unser heimischer Name für diese goldenen Tropfen, ist es in Wahrheit ein wirklich kraftvolles Geschenk der Natur und ein Segen für so mancherlei Beschwerden.


Schon unsere Vorfahren wussten, um die heilungsfördernden Eigenschaften unserer heimsichen Bäume. Besonders beliebt war dabei das Pech von Lärchen, Kiefern, Tannen oder Fichten.

Die sogenannte Pechsalbe ist ein altes Hausmittel, das einst in keinem Haushalt fehlen durfte. Von Schürfwunden bis eitrigen Wunden, als Zugsalbe, bei Entzündungen, Geschwüre oder Knochenbrüche, fast alles von oberflächlich bis tiefer unter die Haut wurde mit Pechsalbe behandelt.


Das wertvolle Harz der Bäume tritt aus, wenn der Baum eine Verletzung erleidet. Er versucht so, seine Wunde zu säubern und zu schließen, so wie bei uns Menschen, Blut austritt, um die Wunde zu reinigen, zu verkleben und eine neue, gesunde Haut zu bilden. Durch bestimmte Harzsäuren und ätherische Öle verfügt das Pech über wunderbare antibakterielle, antivirale, antimykotische Eigenschaften, die sich auch der Mensch bei der Wundheilung zu Nutze machen kann.

Ebenso wurde früher gern ein warmer Pechsalben-Wickel bei Husten angewendet, um den festsitzenden Schleim zu lösen und die Bronchien zu beruhigen. Die Wirkungsweise von Baumharz ist vielfältig. Bei richtiger Anwendung kann es wundheilend, antiseptisch, durchblutungsfördernd, schmerzlindernd und schleimlösend wirken.


Heute interessieren sich immer mehr Menschen für dieses einfach herzustellende, altbewährte Hausmittel.

Aber Vorsicht beim Sammeln! Es sollte stets mit Bedacht und in Dankbarkeit der Natur gegenüber gesammelt werden. Dabei sollten dem Baum auf keinen Fall Verletzungen zugefügt werden!


Da es auch bei mir wieder an der Zeit war, meinen Vorrat an Pechsalbe aufzufüllen, durchstöberte ich meine Kräuterecke und fand noch ein herrliches selbstgemachtes Arnikaöl und getrocknete Schaftgarbe. Zusammen mit Bienenwachs und als Abschluss noch ein paar Tropfen Teebaumöl, verfeinerte ich mein diesjähriges Werk. Obwohl ich beim Anblick dieser Liste schon ein bisschen Zuviel des Gutes sehe - wo ich doch besonders bei dieser Salbe immer auf Tradition gesetzt habe – bin ich überzeugt, hier ein richtiges Power-Paket geschaffen zu haben. Manchmal überkommt mich halt die Freude und ich experimentiere mit Eifer.




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